Projektsteuerung der energetischen Sanierung und des barrierefreien Umbaus der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Referenznummer der Bekanntmachung: 72-2018

          Auftragsbekanntmachung

Dienstleistungen

Richtlinie 2014/24/EU

Öffentlicher Auftraggeber

Name und Adressen:

Zentrale Gebäudebewirtschaftung Lünen
Willy-Brandt-Platz 5
Lünen
44532
Deutschland
E-Mail: submissionen@luenen.de
NUTS-Code: DEA5
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: www.luenen.de

Kommunikation

Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.evergabe.nrw.de/VMPCenter/notice/CXPSYYVYKYA

Weitere Auskünfte erteilen/erteilt folgende Kontaktstelle:

Stadt Lünen – Abteilung Vergabe und Service
Willy-Brandt-Platz 5
Lünen
44532
Deutschland
Telefon: +49 23061041614
E-Mail: submissionen@luenen.de
Fax: +49 23061041816
NUTS-Code: DEA5
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: www.luenen.de

Angebote sind einzureichen elektronisch via: https://www.evergabe.nrw.de/VMPCenter/notice/CXPSYYVYKYA

Bezeichnung des Auftrags:

Projektsteuerung der energetischen Sanierung und des barrierefreien Umbaus der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in

Referenznummer der Bekanntmachung: 72-2018

CPV-Code Hauptteil
71240000

Art des Auftrags
Dienstleistungen

Kurze Beschreibung:
Projektsteuerungsleistungen gem. § 2 Schriftenreihe Nr. 9 AHO-Fachkommission „Projektsteuerung /Projektmanagement“.

Geschätzter Gesamtwert
Wert ohne MwSt.: 223 380.51 EUR

Beschreibung der Beschaffung:
Das Gelände der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule wird in den kommenden Jahren in vielen Bereichen einer grundlegenden Modernisierung unterzogen. Im Zusammenspiel sollen diese Maßnahmen auch dafür sorgen, die Schule weiter für den Stadtteil zu öffnen und damit Nutzungen für weitere Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen. Allen voran stehen die energetischen Sanierungen sowie der barrierefreie Umbau des Schulkomplexes. Saniert und umgebaut werden sollen die Gebäudeteile A, B, C1, C2 sowie die Aula, die gemeinsam einen Gebäudekomplex bilden. Unter den Vorgaben der DIN 18040-1 soll der Gebäudekomplex barrierefrei umgebaut werden. Ergänzend wird das Ziel gesetzt, die Anforderungen des Zwei-Sinne-Prinzips sowie des Zwei-Kanal-Prinzips als zentrale Prinzipien der barrierefreien Gestaltung umfassend im Gebäude umzusetzen. Weiterhin soll der Gebäudekomplex gemäß den Standards der EnEV in der aktuell gültigen Fassung saniert werden. Neben der Sanierung der Dach- und Fassadenflächen sowie der Erneuerung der Fensterflächen sollen neue Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung in das Schulgebäude eingebaut werden. Die Lüftungsanlagen sollen dabei dezentral in den Räumlichkeiten eingebaut werden. Termine: Für die Umbauarbeiten (Bauzeit ohne Planungsphase) sind ca. 10 Monate oder ein Schuljahr einzukalkulieren. Insbesondere die Gerüststellung und Montagebohrungen auf der Decke sind als starke Belästigung zu er-warten. Da die Fenster an der Fassade ausgetauscht und in den Klassen Lüftungsgeräte eingebaut werden müssen, ist ein Unterricht in diesen Bereichen nicht möglich. Außerdem gibt es Baustellenverkehr im Gebäude. Es wird daher als notwendig betrachtet, dass in 2 Abschnitten jeweils zwei Bauteile leergezogen und in ein provisorisches Unterrichtsgebäude (Raummodule, Container) temporär untergebracht werden. Fertigstellung: 2021. Das Budget beläuft sich auf ca. 5,9 Mio. EUR brutto. Förderung: Die Zuwendungen des Landes aus Landes- und Bundesmitteln für den Städteumbau West „Lünen Süd“ belaufen sich auf 80 % (Anteilfinanzierung). Zuwendungsfähige Gesamtausgaben in Höhe von 5 845 000 EUR. Bewilligungszeitraum: 31.12.2021.

Zu vergebende Leistungen
Die zu vergebenden Leistungen bestehen aus

  • Projektstufe 1 Planung, Handlungsbereiche A-E gem. AHO Heft Nr. 9 – Projektleitungsaufgaben gem. § 3 der Schriftenreihe Nr. 9 der AHO-Fachkommission „Projektsteuerung/Projektmanagement“.
  • Optional zur Beauftragung:
  • Projektstufe 2-5 Handlungsbereiche A-E gem. AHO Heft Nr. 9 – Projektleitungsaufgaben gem. § 3 der Schriftenreihe Nr. 9 der AHO-Fachkommission „Projektsteuerung/Projektmanagement“ als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen),
  • Besondere Leistungen in allen Projektstufen Leistungsbild Projektsteuerung gem. AHO als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen).

Die Vergabestelle lässt sich in der operativen Umsetzung dieses VgV-Verfahrens durch Ax Rechtsanwälte Neckargemünd unterstützen und beratend begleiten.

Aufforderung zur Angebotsabgabe
Nur diejenigen Unternehmen, die vom öffentlichen Auftraggeber nach Prüfung der übermittelten Informationen dazu aufgefordert werden, können ein Erstangebot einreichen. Der öffentliche Auftraggeber kann die Zahl geeigneter Bewerber, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden, gemäß § 51 VgV begrenzen.

Verhandlungen
Der Auftraggeber verhandelt mit den Bietern über die von ihnen eingereichten Erstangebote und alle Folgeangebote, mit Ausnahme der endgültigen Angebote, mit dem Ziel, die Angebote inhaltlich zu verbessern. Dabei darf über den gesamten Angebotsinhalt verhandelt werden mit Ausnahme der vom Auftraggeber in den Vergabeunterlagen festgelegten Mindestanforderungen und Zuschlagskriterien. Der Auftraggeber behält sich die Möglichkeit vor, den Auftrag auf der Grundlage der Erstangebote zu vergeben, ohne in Verhandlungen einzutreten. Der Auftraggeber wird die Verhandlungen in verschiedenen aufeinanderfolgenden Phasen abwickeln, um so die Zahl der Angebote, über die verhandelt wird, anhand der vorgegebenen Zuschlagskriterien zu verringern. In der Schlussphase des Verfahrens müssen noch so viele Angebote vorliegen, dass der Wettbewerb gewährleistet ist, sofern ursprünglich eine ausreichende Anzahl von Angeboten oder geeigneten Bietern vorhanden war. Der Auftraggeber stellt sicher, dass alle Bieter bei den Verhandlungen gleichbehandelt werden. Insbesondere enthält er sich jeder diskriminierenden Weitergabe von Informationen, durch die bestimmte Bieter gegenüber anderen begünstigt werden könnten. Er unterrichtet alle Bieter, deren Angebote ausgeschieden wurden, in Textform nach § 126b des Bürgerlichen Gesetzbuchs über etwaige Änderungen der Leistungsbeschreibung, insbesondere der technischen Anforderungen oder anderer Bestandteile der Vergabeunterlagen, die nicht die Festlegung der Mindestanforderungen und Zuschlagskriterien betreffen. Im Anschluss an solche Änderungen gewährt der Auftraggeber den Bietern ausreichend Zeit, um ihre Angebote zu ändern und gegebenenfalls überarbeitete Angebote einzureichen. Der Auftraggeber darf vertrauliche Informationen eines an den Verhandlungen teilnehmenden Bieters nicht ohne dessen Zustimmung an die anderen Teilnehmer weitergeben.

Eine solche Zustimmung darf nicht allgemeinen, sondern nur in Bezug auf die beabsichtigte Mitteilung bestimmten Informationen erteilt werden. Beabsichtigt der Auftraggeber, die Verhandlungen abzuschließen, so unterrichtet er die verbleibenden Bieter und legt eine einheitliche Frist für die Einreichung neuer oder überarbeiteter Angebote fest.
Er vergewissert sich, dass die endgültigen Angebote die Mindestanforderungen erfüllen, und entscheidet über den Zuschlag auf der Grundlage der Zuschlagskriterien.

Hinweise für die Angebotsbearbeitung
Vollständigkeit und inhaltliche Stimmigkeit der Angebots- und Vertragsunterlagen

Nach Erhalt der Angebots- und Vertragsunterlagen hat der Bieter die Angebots- und Vertragsunterlagen auf Vollständigkeit und inhaltliche Stimmigkeit zu überprüfen. Sollte er der Auffassung sein, dass die Angebots- und Vertragsunterlagen unvollständig sind oder sollte er der Auffassung sein, dass die Angebots- und Vertragsunterlagen inhaltliche Unstimmigkeiten aufweisen, so hat er den Auftraggeber unverzüglich, spätestens aber bis 10 Tage vor Ablauf der Angebotsfrist schriftlich, per E-Mail oder per Telefax auf die Unvollständigkeit oder die inhaltlichen Unstimmigkeiten hinzuweisen.
Diese Hinweispflicht besteht auch, wenn der Bieter nach einem Ortstermin der Auffassung ist, dass die Leistungsbeschreibung nicht oder nicht vollständig die erforderlichen Leistungen beschreibt.
Die Herstellung der Vollständigkeit bzw. inhaltlichen Stimmigkeit erfolgen bei in diesem Sinne rechtzeitigem Hinweis bis spätestens 6 Tage vor Ablauf der Angebotsfrist durch Hinweise des Auftraggebers.
Nachteile, die sich daraus ergeben, dass ein Angebot auf Grundlage unvollständiger und oder inhaltlich unstimmiger Angebots- und Vertragsunterlagen abgegeben wurde, gehen zu Lasten des Bieters. Das gilt entsprechend für Rückfragen aus den vorliegenden Unterlagen oder Rückfragen im Zusammenhang mit der Erarbeitung des Angebotes. Die Hinweise des Bieters sowie die Hinweise des Auftraggebers zur Herstellung der Vollständigkeit bzw. Stimmigkeit sowie die Fragen und deren Beantwortung werden zum Bestandteil der Angebots- und Vertragsunterlagen.
Die einzelnen Gliederungspunkte des Angebotes sind mit nummerierten Registerblättern oder beschrifteten Trennblättern zu versehen.

Einzureichende Dokumente sind mit dem Angebot einzureichen.

Änderungen, Berichtigungen und Rücknahme der Angebote, Berichtigungen oder Änderungen der bereits eingereichten Angebote können bis Ende der Angebotsfrist vorgenommen werden. Diese müssen als Berichtigungen oder Änderungen zum Angebot gekennzeichnet sein und entsprechend eingereicht werden.

Nebenangebote / Änderungsvorschläge / mehrere Hauptangebote Nebenangebote und Änderungsvorschläge sind nicht zugelassen.

Formale Anforderungen
Änderungen an den Vergabeunterlagen sind unzulässig.

Die Angebote müssen vollständig sein und alle geforderten Angaben, Erklärungen und Preise enthalten.

Vergütung / Kostenerstattung für die Erstellung der Angebote. Für die Erstellung des Angebotes und die Beteiligung am Verfahren wird keine Vergütung gewährt. Mit Abgabe eines Angebotes verzichten die Bieter auf die Geltendmachung entstandener sowie evtl. entstehender Kosten. Verwendung der Angebote

Die Angebots- und Vertragsunterlagen bleiben inhaltlich Eigentum der Vergabestelle. Sie dürfen nur zum Erstellen eines Angebots verwendet werden. Jede Veröffentlichung (auch auszugsweise) oder Weitergabe an Dritte ist ohne schriftliche Genehmigung der Vergabestelle nicht statthaft.

Rückgabe der Unterlagen
Die Angebots- und Vertragsunterlagen dürfen nur zur Erstellung eines Angebotes verwendet werden. Sämtliche Angebotsunterlagen werden Eigentum der ausschreibenden Stelle. Sie werden nur zur Auswertung der Angebote und Entscheidung über den Zuschlag verwendet. Eine Rückgabe der Angebotsunterlagen an die Bieter ist nicht möglich und vorgesehen. Zur Wahrung ihrer Interessen können die Bieter ihr Angebot mit dem Vermerk „vertraulich“ versehen.

Fabrikations-, Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse
Die Bieter haben in ihren Angebotsunterlagen Fabrikations-, Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse als solche deutlich zu kennzeichnen.

Gewerbliche Schutzrechte
Die Unternehmen haben in ihren Angebotsunterlagen anzugeben, ob für den Auftragsgegenstand gewerbliche Schutzrechte bestehen, beantragt sind oder erwogen werden.

Vertraulichkeit
Der Bieter ist verpflichtet, die ihm innerhalb dieses Vergabeverfahrens direkt, indirekt oder zufällig bekannt gewordenen Informationen, Tatsachen und Vorgänge, sowie die daraus erzielten Ergebnisse und Erkenntnisse über dieses Vergabeverfahren hinaus weder für sich selbst zu nutzen, zu verwerten, zu verwenden, zu vervielfältigen oder zugänglich zu machen, noch an Dritte weiterzugeben.

Eine Ausnahme für Dritte gilt nur in dem Fall, wenn der Bieter beabsichtigt, den Dritten als Unterauftragnehmer in dieses Vergabeverfahren mit einzubeziehen. Für diesen (möglichen) Unterauftragnehmer gelten die gleichen Geheimhaltungspflichten wie für den Bieter. Der Bieter hat die Einhaltung der Pflicht zur Geheimhaltung durch den (möglichen) Unterauftragnehmer sicherzustellen, auch für den Fall, dass ein Vertragsverhältnis nicht begründet wird.

Der Bieter ist ferner dafür verantwortlich, dass alle von ihm eingesetzten Mitarbeiter, einschließlich seiner Erfüllungs- und Verrichtungsgehilfen, dieser Verpflichtung zur Geheimhaltung nachkommen und hat dies auch sicherzustellen, wenn das Vertragsverhältnis zwischen ihm sowie den von ihm eingesetzten Mitarbeitern, einschließlich seiner Erfüllungs- und Verrichtungsgehilfen, endet.

Als vertrauliche Informationen in diesem Sinne gelten insbesondere Informationen über interne Belange sowie sämtliche in mündlicher, schriftlicher oder elektronischer Form zugänglich gemachte technische und nicht technische Informationen und Materialien, der Geschäftspartner und der Kunden, die personenbezogen oder nicht öffentlich zugänglich oder nicht allgemein bekannt oder als vertraulich gekennzeichnet sind. Unerheblich ist dabei, ob Dokumente oder andere Trägermedien vom Auftraggeber, dem Auftragnehmer oder Dritten erstellt wurden, sofern sie Informationen verkörpern, die sich auf den Auftraggeber beziehen.

Die Pflicht zur Geheimhaltung endet mit dem öffentlichen Bekanntwerden der Informationen.

Die Bestimmungen des Datenschutzes sind zu beachten. Alle Angebots- und Vertragsunterlagen, die dem Bieter im Zusammenhang mit der Aufforderung zur Abgabe eines Angebots sowie im Falle des Zuschlags mit der anschließenden Erfüllung des Vertrages überlassen werden, dürfen von ihm nicht für andere Zwecke verwendet, vervielfältigt oder Dritten zugänglich gemacht werden.

Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn es sich bei dem Dritten um einen von dem Auftraggeber genehmigten Unterauftragnehmer handelt. Gleiches gilt für Unterlagen, die der Bieter aufgrund von besonderen Angaben des Auftraggebers im Rahmen der Auftragsabwicklung erhält.

Derjenige Bieter, der gegen die Geheimhaltungspflicht selbst oder durch Verletzung seiner Obliegenheiten verstößt, hat dem Auftraggeber alle Schäden, die hieraus erwachsen, zu erstatten. Der Bieter versichert, dass er die Bestimmungen zur Vertraulichkeit einhalten wird.

Sprache
Das Angebot ist in deutscher Sprache abzufassen. Der Schriftverkehr mit dem Auftraggeber ist in deutscher Sprache zu führen. Benannte Ansprechpartner sowie die zur Vertragserfüllung tätigen Mitarbeiter (auch der Unterauftragnehmer) müssen die deutsche Sprache fließend in Wort und Schrift beherrschen.

Bietergemeinschaften
Angebote von Bietergemeinschaften und anderen gemeinschaftlichen Bietern, deren sämtliche Mitglieder mit Namen und Anschrift zu benennen sind, finden nur Berücksichtigung, wen

– im Angebot ein Mitglied als bevollmächtigter Vertreter für die Durchführung des Vertrages benannt ist,
– sich die Mitglieder der Bietergemeinschaft für alle im Zusammenhang mit dem Vertrag entstehenden

Verbindlichkeiten zur gesamtschuldnerischen Haftung verpflichten, und diese Punkte durch eine von allen Mitgliedern der Bietergemeinschaft eigenhändig und rechtsverbindlich unterschriebene, gesonderte Erklärung bestätigt werden.

Sofern nach den Angebots- und Vertragsunterlagen im Rahmen der Angebotserstellung Unterschriften gefordert sind, müssen diese von allen Mitgliedern der Bietergemeinschaft geleistet werden.

Zur Vereinfachung kann der für die Durchführung des Vertrages bevollmächtigte Vertreter durch die Erklärung der Bietergemeinschaft zusätzlich ermächtigt werden, die im Rahmen der Angebotserstellung zu leistenden Unterschriften für die gemeinschaftlich bietenden Unternehmen zu leisten. Diese Ermächtigung ist ausdrücklich in der o.g. Erklärung zu erteilen

Eignungsleihe
Ein Bieter kann für den Auftrag im Hinblick auf die erforderliche wirtschaftliche und finanzielle sowie die technische und berufliche Leistungsfähigkeit die Kapazitäten anderer Unternehmen in Anspruch nehmen, wenn er nachweist, dass ihm die für den Auftrag erforderlichen Mittel tatsächlich zur Verfügung stehen werden, indem er eine entsprechende Verpflichtungserklärung dieser Unternehmen vorlegt. Diese Möglichkeit besteht unabhängig von der Rechtsnatur der zwischen dem Bieter und den anderen Unternehmen bestehenden Verbindungen. Ein Bieter kann jedoch im Hinblick auf Nachweise für die erforderliche berufliche Leistungsfähigkeit wie Ausbildungs- und Befähigungsnachweise nach § 46 Absatz 3 Nummer 6 VgV oder die einschlägige berufliche Erfahrung die Kapazitäten anderer Unternehmen nur dann in Anspruch nehmen, wenn diese die Leistung erbringen, für die diese Kapazitäten benötigt werden.

Der Auftraggeber überprüft im Rahmen der Eignungsprüfung, ob die Unternehmen, deren Kapazitäten der Bieter für die Erfüllung bestimmter Eignungskriterien in Anspruch nehmen will, die entsprechenden Eignungskriterien erfüllen und ob Ausschlussgründe vorliegen. Legt der Bieter eine Einheitliche Europäische Eigenerklärung nach § 50 VgV vor, so muss diese auch die Angaben enthalten, die für die vg Überprüfung erforderlich sind.

Der Auftraggeber schreibt vor, dass der Bieter ein Unternehmen, das das entsprechende Eignungskriterium nicht erfüllt oder bei dem zwingende Ausschlussgründe nach § 123 GWB vorliegen, ersetzen muss. Er entscheidet ermessensfehlerfrei vorzuschreiben, dass der Bieter auch ein Unternehmen, bei dem fakultative Ausschlussgründe nach § 124 GWB vorliegen, ersetzen muss. Der Auftraggeber entscheidet ermessensfehlerfrei, dem Bieter dafür eine Frist zu setzen.

Nimmt ein Bieter die Kapazitäten eines anderen Unternehmens im Hinblick auf die erforderliche wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit in Anspruch, so kann der Auftraggeber eine gemeinsame Haftung des Bieters und des anderen Unternehmens für die Auftragsausführung entsprechend dem Umfang der Eignungsleihe verlangen.
Die vg Absätze gelten auch für Bietergemeinschaften.

Unterauftragsvergabe
Der Auftraggeber fordert die Unternehmen auf, bei Angebotsabgabe die Teile des Auftrags, die sie im Wege der Unterauftragsvergabe an Dritte zu vergeben beabsichtigen, sowie, falls zumutbar, die vorgesehenen Unterauftragnehmer zu benennen.

Vor Zuschlagserteilung entscheidet der Auftraggeber ermessensfehlerfrei, von den Bietern, deren Angebote in die engere Wahl kommen, zu verlangen, die Unterauftragnehmer zu benennen und nachzuweisen, dass ihnen die erforderlichen Mittel dieser Unterauftragnehmer zur Verfügung stehen.

Wenn ein Bieter die Vergabe eines Teils des Auftrags an einen Dritten im Wege der Unterauftragsvergabe beabsichtigt und sich zugleich im Hinblick auf seine Leistungsfähigkeit gemäß den §§ 45 und 46 VgV auf die Kapazitäten dieses Dritten beruft, ist auch die vg Regelung über die Eignungsleihe anzuwenden.

Die Haftung des Hauptauftragnehmers gegenüber dem Auftraggeber bleibt unberührt.

Für Unterauftragnehmer aller Stufen gilt § 128 Absatz 1 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen.

Der Auftraggeber überprüft vor der Erteilung des Zuschlags, ob Gründe für den Ausschluss des Unterauftragnehmers vorliegen. Bei Vorliegen zwingender Ausschlussgründe verlangt der öffentliche Auftraggeber die Ersetzung des Unterauftragnehmers. Bei Vorliegen fakultativer Ausschlussgründe entscheidet ermessensfehlerfrei der Auftraggeber, dass dieser ersetzt wird. Der Auftraggeber entscheidet ermessensfehlerfrei dem Bewerber oder Bieter dafür eine Frist zu setzen.

Angaben im Angebot
Handhabung der Leistungsbeschreibung
Die Bieter werden zur Angebotsabgabe aufgefordert. Die Leistung ist anzubieten.

Indikatives Angebot
Dieses (Indikative) Angebot ist dann Grundlage für die (möglichen) Verhandlungen.

Prüfung und Wertung der Angebote

Formale Prüfung

Ausschluss von der Wertung

Der Auftraggeber prüft alle Angebote anhand folgender Ausschlusskriterien Von der Wertung ausgeschlossen werden Angebote von Unternehmen, die die Eignungskriterien nicht erfüllen, und Angebote, die nicht den Erfordernissen des § 53 VgV genügen, insbesondere:

  1. Angebote, die nicht form- oder fristgerecht eingegangen sind, es sei denn, der Bieter hat dies nicht zu vertreten
  2. Angebote, die nicht die geforderten oder nachgeforderten Unterlagen enthalten,
  3. Angebote, in denen Änderungen des Bieters an seinen Eintragungen nicht zweifelsfrei sind,
  4. Angebote, bei denen Änderungen oder Ergänzungen an den Vergabeunterlagen vorgenommen worden sind,
  5. Angebote, die nicht die erforderlichen Preisangaben enthalten, es sei denn, es handelt sich um unwesentliche Einzelpositionen, deren Einzelpreise den Gesamtpreis nicht verändern oder die Wertungsreihenfolge und den Wettbewerb nicht beeinträchtigen, oder
  6. nicht zugelassene Nebenangebote.

Hat der Auftraggeber Nebenangebote zugelassen, so berücksichtigt er nur die Nebenangebote, die die von ihm verlangten Mindestanforderungen erfüllen.

Nachforderung, Vervollständigung, Korrektur fehlender, unvollständiger oder fehlerhafter unternehmens-bezogener Unterlagen.
Der Auftraggeber entscheidet ermessensfehlerfrei, den Bieter unter Einhaltung der Grundsätze der Transparenz und der Gleichbehandlung aufzufordern, fehlende, unvollständige oder fehlerhafte unternehmensbezogene Unterlagen, insbesondere Eigenerklärungen, Angaben, Bescheinigungen oder sonstige Nachweise, nachzureichen, zu vervollständigen oder zu korrigieren, oder fehlende oder unvollständige leistungsbezogene Unterlagen nachzureichen oder zu vervollständigen.

Die Nachforderung von leistungsbezogenen Unterlagen, die die Wirtschaftlichkeitsbewertung der Angebote anhand der Zuschlagskriterien betreffen, ist ausgeschlossen. Dies gilt nicht für Preisangaben, wenn es sich um unwesentliche Einzelpositionen handelt, deren Einzelpreise den Gesamtpreis nicht verändern oder die Wertungsreihenfolge und den Wettbewerb nicht beeinträchtigen.

Die Unterlagen sind vom Bieter nach Aufforderung durch den Auftraggeber innerhalb einer von diesem festzulegenden angemessenen, nach dem Kalender bestimmter Frist vorzulegen.

Die Entscheidung zur und das Ergebnis der Nachforderung werden dokumentiert.

Im Einzelnen:

  • 56 Abs. 2 VgV differenziert hinsichtlich der Nachforderungsmöglichkeiten des öffentlichen Auftraggebers nach dem Typ sowie nach der Art des „Fehlers“ der betreffenden Unterlage. Die Systematik der Vorschrift soll anhand der folgenden Tabelle im Einzelnen dargestellt werden:

Als unternehmensbezogene Unterlagen sind insbesondere Eignungsnachweise anzusehen. Da solche Nachweise keinen konkreten Bezug zur Ausführung des Auftrages haben, dürfen nunmehr auch fehlerhafte Unterlagen korrigiert werden. Unter einer Korrektur sollte indes nicht verstanden werden, dass ein Bieter zunächst materiell unzureichende Referenzen vorlegt und er im Zuge der Nachforderung Gelegenheit erhält, nochmals vollständig neue Referenzen zum Nachweis seiner fachlichen/technischen Leistungsfähigkeit vorzulegen. Die Korrektur fehlerhafter Unterlagen darf nämlich nicht dazu führen, dass ein Bieter sein Angebot inhaltlich nachbessern kann. Korrigiert werden können hiernach insbesondere offensichtliche Schreibfehler.
Bei leistungsbezogenen Unterlagen ist die Möglichkeit einer Korrektur fehlerhafter Unterlagen demgegenüber unzulässig. Da es sich bei leistungsbezogenen Unterlagen um solche handelt, welche den Inhalt des Vertrages und damit den Gegenstand der Auftragsausführung betreffen, ist eine entsprechende Korrekturmöglichkeit nicht vorgesehen. Bei leistungsbezogenen Unterlagen kann es sich insbesondere um die Angabe zu verwendender Fabrikate/Typen oder Konzepte, welche Angebotsinhalt werden sollen, handeln. Zu beachten ist indes, dass leistungsbezogene Unterlagen dann nicht nachgefordert werden dürfen, wenn deren Inhalt Gegenstand der Angebotswertung anhand der Zuschlagskriterien ist. Ist etwa das Zuschlagskriterium „Energieeffizienz“ vorgesehen und werden vom Bieter entsprechende Angaben zur Energieeffizienz verlangt, so können entsprechend fehlende Nachweise nicht nachgefordert werden, da der Bieter hierdurch das Wettbewerbsergebnis im Nachhinein noch zu seinen Gunsten verändern könnte.

Selbiges gilt grundsätzlich auch für das Fehlen von Preisen. Solche dürfen allerdings – und nur dann – nachgefordert werden, wenn es sich um Angaben zu unwesentlichen Einzelpositionen handelt, deren Einzelpreise den Gesamtpreis nicht verändern oder die Wertungsreihenfolge und damit den Wettbewerb nicht beeinträchtigen, § 56 Abs. 3 Satz 2 VgV.

Prüfung der Eignung
Der Auftrag wird an fachkundige und leistungsfähige (geeignete) Unternehmen vergeben, die nicht nach den §§ 123 oder 124 GWB ausgeschlossen worden sind.

Ein Unternehmen ist geeignet, wenn es nach wie vor die durch den Auftraggeber im Einzelnen zur ordnungsgemäßen Ausführung des öffentlichen Auftrags festgelegten Kriterien (Eignungskriterien) erfüllt.

Prüfung der Angemessenheit der Preise
Erscheinen der Preis oder die Kosten eines Angebots im Verhältnis zu der zu erbringenden Leistung ungewöhnlich niedrig, verlangt der Auftraggeber vom Bieter Aufklärung.

Der Auftraggeber prüft die Zusammensetzung des Angebots und berücksichtigt die übermittelten Unterlagen. Die Prüfung kann insbesondere betreffen:

  1. die Wirtschaftlichkeit des Fertigungsverfahrens einer Lieferleistung oder der Erbringung der Dienstleistung,
  2. die gewählten technischen Lösungen oder die außergewöhnlich günstigen Bedingungen, über die das Unternehmen bei der Lieferung der Waren oder bei der Erbringung der Dienstleistung verfügt,
  3. die Besonderheiten der angebotenen Liefer- oder Dienstleistung,
  4. die Einhaltung der Verpflichtungen nach § 128 Absatz 1 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen, insbesondere der für das Unternehmen geltenden umwelt-, sozial- und arbeitsrechtlichen Vorschriften, oder
  5. die etwaige Gewährung einer staatlichen Beihilfe an das Unternehmen.
    Kann der Auftraggeber nach der Prüfung die geringe Höhe des angebotenen Preises oder der angebotenen Kosten nicht zufriedenstellend aufklären, darf er den Zuschlag auf dieses Angebot ablehnen. Der Auftraggeber lehnt das Angebot ab, wenn er festgestellt hat, dass der Preis oder die Kosten des Angebots ungewöhnlich niedrig sind, weil Verpflichtungen nach vg Nummer 4 nicht eingehalten werden.

Stellt der Auftraggeber fest, dass ein Angebot ungewöhnlich niedrig ist, weil der Bieter eine staatliche Beihilfe erhalten hat, so lehnt der Auftraggeber das Angebot ab, wenn der Bieter nicht fristgemäß nachweisen kann, dass die staatliche Beihilfe rechtmäßig gewährt wurde. Der Auftraggeber teilt die Ablehnung der Europäischen Kommission mit.

Ablauf der Verhandlungen
Vergaberecht
Der Auftraggeber beachtet die vorhandenen Regeln des Vergaberechts.

Dies gilt insbesondere für

– den Gleichbehandlungsgrundsatz
– den Grundsatz der Vertraulichkeit
– den Transparenzgrundsatz
– den Wettbewerbsgrundsatz

Die Verhandlung im Verhandlungsverfahren wird so wettbewerblich wie möglich gestaltet. Der Wettbewerbsgrundsatz kann in Fällen durchbrochen werden, in denen sich z.B. nur ein geeignetes Unternehmen um die Teilnahme am Vergabeverfahren bewirbt oder nach Bewertung der ersten Angebote nur noch ein Unternehmen übrig bleibt, das alle Mindestkriterien in seinem Angebot erfüllt hat.

Schließlich wird beachtet, dass auch im Verhandlungsverfahren der Grundsatz der Selbstbindung des Auftraggebers Geltung hat. Danach wird sich der Auftraggeber an die selbst gesetzten Grundsätze zu halten.

Zur Wahrung der Gleichbehandlung wird darauf geachtet, dass die Verhandlungen mit allen Bietern gleich lange dauern und alle Bieter dieselben Fristen für die Abgabe modifizierter Angebote erhalten. Auf diese Weise wird eine gleich lange Vorbereitungszeit für jeden Bieter gewährleistet.
Auf Seiten des Bieters sollen bei der Verhandlung mindestens folgende Personen teilnehmen.

– Geschäftsführer oder Prokurist oder sonstiges bevollmächtigtes Mitglied der       Geschäftsleitung
– Der Projektmanager

Der Auftraggeber bittet höflich um entsprechende Disposition.

Die indikativen „Angebote“ können den Ausgangspunkt weiterer Verhandlungsgespräche bilden. Soweit sie im zivilrechtlichen Sinne hinreichend bestimmt sind, ist auch die Zuschlagserteilung auf einen solchen Vertragsvorschlag denkbar.

Ein Anspruch auf Nachverhandlung besteht nicht, wenn der Auftraggeber das Angebot in zulässiger Weise angenommen hat. Dies gilt erst Recht, wenn der Auftraggeber die Verfahrensteilnehmer ausdrücklich zur Abgabe eines letztverbindlichen Angebots auffordert („last call“ oder “Best and Final Offer (BAFO”). Diese abschließenden Angebote sind grundsätzlich nicht mehr nachverhandelbar, es sei denn, gewichtige Gründe sprechen für eine Lösung der Selbstbindung des Auftraggebers.

Dann wird aber mit allen Verfahrensteilnehmern erneut verhandelt werden. Nach einer getroffenen und den Verfahrensteilnehmern mitgeteilten Zuschlagsentscheidung sind infolge des weiter gefestigten Vertrauens der Verfahrensteilnehmer verschärfte Anforderungen an eine Durchbrechung der Selbstbindung zu stellen. Nur wenn besondere, außergewöhnliche Umstände vorliegen, ist die Möglichkeit erneuter Verhandlungen eröffnet

Die Verfahrensteilnehmer werden ausdrücklich zur Abgabe indikativer (unverbindlicher Angebote) aufge-fordert.

Dem Auftraggeber ist es gleichwohl nicht verwehrt, eines der Angebote ohne weitere Verhandlung anzunehmen. Die Verfahrensteilnehmer müssen damit rechnen, dass ein abgegebenes Angebot ohne weitere Verhandlungen angenommen wird.

Die Annahme des Angebotes ohne Verhandlung ist möglich, wenn wie im vorliegenden Fall die Möglichkeit der unmittelbaren Annahme in den Vergabebedingungen vermerkt ist.

Eine vergaberechtliche Verpflichtung der Vergabestelle zur Aufnahme von Verhandlungen besteht ausdrücklich nicht.

Struktur der Verhandlungen
Verhandlungen über Änderungen des ursprünglichen Angebots.

Die Verhandlungen finden -wenn- statt als (interaktive) Verhandlungen zwischen dem Auftraggeber und dem Bieter über die Inhalte der Leistungen des künftigen Auftragnehmers, über die Vertragsbedingungen und auch soweit rechtlich möglich über die Höhe und Zahlungsmodalitäten der durch den Auftraggeber zu zahlenden Vergütung.

Das Angebot ist nicht allein durch den Inhalt der ursprünglichen, oft schriftlich einzureichenden Erklärung des Bieters bestimmt, sondern wird dynamisch entwickelt und in den Verhandlungsrunden aus- und umgestaltet.

Es darf abgeändert werden (vgl. OLG Celle, Beschluss v. 16.01.2002, 13 Verg 1/02 „Hochleistungsrechner“; OLG Naumburg, Beschluss v. 13.10.2008, 1 Verg 10/08 „Bordcomputer ÖPNV“; vgl. auch Ganske in: Reidt/ Stickler/ Glahs, VergabeR, 3. Aufl. 2010, § 101 Rn. 34, 37 m.w.N.).

Begrenzt ist der mögliche Inhalt von Verhandlungen in Verhandlungsverfahren stets durch den Inhalt der Vergabeinhalte. Beispielsweise können wesentliche Leistungen, die dort aufgeführt waren, nicht ohne weiteres im Verhandlungsweg entfallen. Ebenso können Kerninhalte der Vergabeunterlagen und vor allem der Leistungsbeschreibung nicht wesentlich modifiziert, reduziert oder erweitert werden. Dies gilt vor allem dann, wenn Bieter, die aufgefordert wurden, Angebote abzugeben, von einer Angebotsabgabe aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Machbarkeit Abstand genommen haben und später eben diese Machbarkeitsprobleme Verhandlungsgegenstand werden.

Der Auftraggeber teilt vor Aufnahme etwaiger Verhandlungen mit, worüber er in dem Verhandlungsverfahren verhandeln wird und worüber nicht. Dabei wird nicht nur der Verhandlungsgegenstand inhaltlich näher konkretisiert. Es wird auch klargestellt, welche Bestandteile der Vergabeunterlagen im Zuge des Verhandlungsverfahrens gegebenenfalls angepasst werden.

Keinesfalls wird im Weg der Verhandlung der eigentliche Vergabegegenstand in seinem Wesenskern geändert.

Verfahrenshinweise
Vorgehensweise während der Verhandlung

Kompetenz, Protokoll
Bitte stellen Sie hierbei sicher, dass Fragen zu dem Angebot und zu der angebotenen Leistung umfassend erörtert und einer abschließenden Klärung zugeführt werden können.

Bitte stellen Sie hierbei sicher, dass Fragen zu einer weiteren wirtschaftlichen Optimierung (in vergütungsmäßiger Hinsicht) zur Abgabe eines letztverbindlichen, besten Angebotes erörtert werden können.

Wir haben dann in der Verhandlung ein fast fertiges Protokoll, dass nur noch angepasst und geändert und nicht von Grund auf neu erstellt werden muss.

Die weitere Beantwortung der Fragen wird protokolliert. Es erfolgen Bezugnahmen auf ggf weitere hereingereichte Unterlagen usw.. Das Protokoll bildet dann den erreichten Verhandlungsstand ab.

Technische Voraussetzungen
Folgende technische Voraussetzungen sind gegeben:
Das Protokoll wird während des Termins offen an die Wand übertragen.
Alle Teilnehmer können die Vervollständigung/Fertigung verfolgen.
Etwaige Einwände sind sofort zu erheben.

Ablauf des Termins:

Der Ablauf des Termins soll wie folgt sein:

….. Uhr
Vorstellung Teilnehmer

….. Uhr Anbieterunternehmen
Vorstellung Anbieterunternehmen

….. Uhr Anbieterunternehmen
Vorstellung Angebot

…..Uhr Anbieterunternehmen
Klärung der Fragen
Anbieterunternehmen Erläuterung der Beantwortungsvorschläge
AG mit Anbieterunternehmen
Finalisierung und Abstimmung der Beantwortung
AG
Weiteres Vorgehen

….. Uhr
AG mit Anbieterunternehmen
Protokollierung Finalisierung
Protokoll Unterzeichnung

Weiterführende Hinweise für die Verhandlung
Entsprechend der Agenda und den zeitlichen Vorgaben wird mit dem Bieter ein Verhandlungsgespräch durchgeführt. Die zeitlichen Vorgaben aus der Agenda sind als Orientierungswerte zu verstehen, von denen je nach Verhandlungsbedarf abgewichen werden kann. Dies wird jedoch im Vorfeld angekündigt.

Das Verhandlungsgespräch wird bezüglich des Ablaufs und der Ergebnisse für die Vergabeakte dokumentiert (Protokollierung). Es wird eine Teilnehmerliste erstellt werden, in der sich jeder Teilnehmer/jede Teilnehmerin einträgt und unterzeichnet.

Es ist vorgesehen, das Protokoll direkt nach Abschluss der Verhandlung fertig gestellt und ausgedruckt vorliegen zu haben.

Aus Transparenzgründen werden dann auch die Teilnehmer aufgefordert, das Protokoll gleich zu unterschreiben. Das jeweilige Ergebnis wird laut vorgelesen und die Zustimmung des Bieters eingeholt. Das Ergebnisprotokoll wird an den jeweiligen Bieter verteilt werden.

Am Ende einer Verhandlungsrunde werden Ihnen Informationen zum Verfahrensstand und ein Ausblick auf das weitere Vorgehen mitgeteilt. Bei den Informationen zum Verfahrensstand wird ein allgemeiner und unbestimmter Hinweis zur Einordnung des Angebotes im Preis- und Leistungsgefüge gegeben. Konkrete Informationen werden dabei nicht mitgeteilt, um den Wettbewerb der Bieter nicht zu beeinträchtigen.

Soweit die Verhandlungsergebnisse dies bedingen, erfolgt eine Anpassung der Vergabeunterlagen, also insbesondere der Leistungsbeschreibung oder des Vertrags. Dies kann durch das Verfassen ergänzender Unterlagen oder (besser) durch die Erzeugung von neuen Fassungen von bereits vorhandenen Dokumenten erfolgen. Die so angepassten Unterlagen werden allen noch im Verfahren befindlichen Bietern übermittelt.

Weitere Vorgehensweise nach der Verhandlung
Was die weitere Vorgehensweise nach der Verhandlung anbelangt ist bislang Folgendes vorgesehen:
Sie werden als Anbieter bereits im Termin am Ende unter Zugrundelegung des Erstangebotes und des erreichten Verhandlungsstandes ua. mit der Maßgabe einer weiteren wirtschaftlichen Optimierung (in vergütungsmäßiger Hinsicht) zur Abgabe eines letztverbindlichen, besten Angebotes aufgefordert, das dann Gegenstand der abschließenden Prüfung und Wertung sein wird.

Gegebenenfalls wird von Bietern – neben einer Reinschrift – eine Änderungskennzeichnung des ergänzten Angebotes verlangt werden. Bieter werden weiterhin aufgefordert, Präsentationsinhalte entweder gesondert einzureichen oder diese in das neue Angebot zu überführen (letzteres empfiehlt sich aus Gründen der Konsolidierung).

Es erfolgt die Beantwortung etwaiger schriftlicher Bieterfragen zur Angebotsaufforderung rechtzeitig vor Ablauf der Angebotsfrist für das Folgeangebot.

Bieterpräsentationen und Anfordern weiterer Nachweise

Der Auftraggeber behält sich die Aufforderung zu verifizierenden Präsentationen und Teststellungen, die lediglich die schriftlichen Angaben der Bieter überprüfen sollen, vor.

Wirtschaftlichkeitsbewertung
Der Zuschlag wird auf das unter Berücksichtigung aller Umstände wirtschaftlichste Angebot erteilt.
Zuschlagskriterien sind:

Die nachstehenden Kriterien

Fachlicher Wert / Gewichtung: 15

Fachlicher Wert: maximal 8 Punkte

Es wird der fachliche Wert der erwarteten Projektsteuerungsleistungen bewertet. Der fachliche Wert ist vom Bewerber im Verhandlungsverfahren näher zu erläutern. Gewertet wird die Darstellung des Bewerbers, wie er diese Anforderungen zu erfüllen gedenkt.

Einhaltung der Forderungen des Auftraggebers erscheint sehr sicher erzielbar: 7-8 Punkte

Einhaltung der Forderungen des Auftraggebers erscheint sicher erzielbar: 5-6 Punkte

Einhaltung der Forderungen des Auftraggebers erscheint erzielbar: 3-4 Punkte

Einhaltung der Forderungen des Auftraggebers erscheint unwahrscheinlich erzielbar: 2 Punkte

Einhaltung der Forderungen des Auftraggebers erscheint sehr unwahrscheinlich erzielbar: 1 Punkt

Qualität / Gewichtung: 35

Projektabwicklung durch Projektteam allgemein (Struktur und Zusammensetzung des Projektteams, projektbezogener Personaleinsatz und interne Projektorganisation): maximal 12 Punkte

Gefordert ist eine einzelfallbezogene Darstellung der vorgesehenen Aktivitäten des Bewerbers zur Projektabwicklung und der eingesetzten Hilfsmittel zur Verdeutlichung des vorgesehenen Ablaufs. Zu werten ist hier die Frage, ob die geplante Projektabwicklung für die Planungs- und Ausführungsphase einschließlich der einzusetzenden Hilfsmittel die geforderte Qualität erwarten lässt.

Anhand der Erläuterungen des Bewerbers ist zu erwarten:

eine in allen Leistungsphasen sehr gute Projektabwicklung und Qualität: 10-12 Punkte

eine in allen Leistungsphasen gute Projektabwicklung und Qualität: 7-9 Punkte

eine in allen Leistungsphasen durchschnittlich gute Projektabwicklung und Qualität: 5-6 Punkte

eine eher durchschnittliche Qualität, Probleme in der Projektabwicklung werden gesehen (Notiz dazu): 3-4 Punkte

ungenügende (bei fehlenden Angaben) oder schlechte Prognose der erwartenden Abwicklung und Qualität: 1-2 Punkte

Kundendienst / Gewichtung: 15

Verfügbarkeit/Präsenz vor Ort: maximal 8 Punkte

Es wird die Verfügbarkeit des eingesetzten Projektleiters binnen 90 min auf der Baustelle während der zeitlichen Dauer der Bauleistungen und eine ausreichende Anwesenheit des Projektleiters gefordert (es wird grundsätzlich nicht erwartet, dass der Projektleiter werktäglich auf der Baustelle ist; er soll aber auch die Abnahme der Bewehrung vornehmen (Besondere Leistung), so dass erwartet wird, dass er in diesem Zeitraum tatsächlich jeden Tag auf der Baustelle ist).

Die Einhaltung dieser Vorgaben ist vom Bewerber im Verhandlungsverfahren näher zu erläutern. Es ist dabei insbesondere zu beachten, dass das Planungsteam bereits nach Auftragserteilung komplett gefordert ist, um die Planung so termingerecht voranzutreiben, dass ohne Verzögerung die beauftragten Leistungen erbracht werden.

Gewertet wird die Darstellung des Bewerbers, wie er diese Anforderungen zu erfüllen gedenkt.

Einhaltung der Forderungen des Auftraggebers zur Verfügbarkeit erscheint sehr sicher erzielbar: 7-8 Punkte

Einhaltung der Forderungen des Auftraggebers zur Verfügbarkeit erscheint sicher erzielbar: 5-6 Punkte

Einhaltung der Forderungen des Auftraggebers zur Verfügbarkeit erscheint erzielbar: 3-4 Punkte

Einhaltung der Forderungen des Auftraggebers zur Verfügbarkeit erscheint unwahrscheinlich erzielbar: 2 Punkte

Einhaltung der Forderungen des Auftraggebers zur Verfügbarkeit erscheint sehr unwahrscheinlich erzielbar: 1 Punkt

Ausführungszeitraum / Gewichtung: 5

Ausführungszeitraum: maximal 8 Punkte

Es wird die Einhaltung des Ausführungszeitraums gefordert. Die Einhaltung dieser Vorgaben ist vom Bewerber im Verhandlungsverfahren näher zu erläutern. Gewertet wird die Darstellung des Bewerbers, wie er diese Anforderungen zu erfüllen gedenkt.

Einhaltung der Forderungen des Auftraggebers erscheint sehr sicher erzielbar: 7-8 Punkte

Einhaltung der Forderungen des Auftraggebers erscheint sicher erzielbar: 5-6 Punkte

Einhaltung der Forderungen des Auftraggebers erscheint erzielbar: 3-4 Punkte

Einhaltung der Forderungen des Auftraggebers erscheint unwahrscheinlich erzielbar: 2 Punkte

Einhaltung der Forderungen des Auftraggebers erscheint sehr unwahrscheinlich erzielbar: 1 Punkt

Preis / Gewichtung: 30

Preis: maximal 12 Punkte

Bezifferte Honorarangebote sind vorzulegen.

Zusätzlich in das Honorarangebot einzukalkulieren sind Stundenlohnarbeiten wie folgt:

  • Auftragnehmer, Beratender Ingenieur: 10 Stunden
  • Projektleiter: 10 Stunden
  • Sachbearbeitender Ingenieur: 20 Stunden
  • Techniker, Konstrukteur: 20 Stunden

Die Maximalpunktzahl erhält das Angebot mit dem niedrigsten Gesamtpreis; 0 Punkte erhalten die Angebote, die den niedrigsten Gesamtpreis des Loses um 10 % oder mehr überschreiten. Die Punktebewertung für die dazwischen liegenden Angebotspreise erfolgt über eine lineare Interpolation.

Aufhebung des Verhandlungsverfahrens

Die Vergabestelle behält sich die Aufhebung des Vergabeverfahrens vor.

Der Auftraggeber ist berechtigt, ein Vergabeverfahren ganz oder teilweise aufzuheben, wenn

  1. kein Angebot eingegangen ist, das den Bedingungen entspricht,
  2. sich die Grundlage des Vergabeverfahrens wesentlich geändert hat,
  3. kein wirtschaftliches Ergebnis erzielt wurde oder
  4. andere schwerwiegende Gründe bestehen.

Im Übrigen ist der Auftraggeber grundsätzlich nicht verpflichtet, den Zuschlag zu erteilen.

Der Auftraggeber teilt den Bewerbern oder Bietern nach Aufhebung des Vergabeverfahrens unverzüglich die Gründe für seine Entscheidung mit, auf die Vergabe eines Auftrages zu verzichten oder das Verfahren erneut einzuleiten. Auf Antrag teilt er ihnen dies in Textform nach § 126b des Bürgerlichen Gesetzbuchs mit.

Unterrichtung der Bieter

Unbeschadet des § 134 GWB teilt der Auftraggeber jedem Bieter unverzüglich seine Entscheidungen über die Zuschlagserteilung mit.

Gleiches gilt für die Entscheidung, ein Vergabeverfahren aufzuheben oder erneut einzuleiten einschließlich der Gründe dafür, sofern eine Auftragsbekanntmachung oder Vorinformation veröffentlicht wurde.

Der Auftraggeber unterrichtet auf Verlangen des Bewerbers oder Bieters unverzüglich, spätestens innerhalb von 15 Tagen nach Eingang des Antrags in Textform nach § 126b des Bürgerlichen Gesetzbuchs,

1. jeden nicht erfolgreichen Bieter über die Gründe für die Ablehnung seines Angebots,
2. jeden Bieter über die Merkmale und Vorteile des erfolgreichen Angebots sowie den Namen des erfolgreichen Bieters und
3. jeden Bieter über den Verlauf und die Fortschritte der Verhandlungen mit den Bietern.

Bitte beachten Sie insbesondere die folgenden Fristen:

Frist zur Abgabe der Angebote:                                             22.08.2018, 15:00 Uhr

Verhandlungen:                                                                       10.09..2018

Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren

Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren

Vergabekammer Westfalen
Albrecht-Thaer-Str. 9
Münster
48128
Deutschland

Einlegung von Rechtsbehelfen

Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Der geltend gemachte Verstoß gegen Vergabevorschriften wurde vor Einreichen des Nachprüfungsantrages erkannt und innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gegenüber dem Auftraggeber gerügt.

Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, müssen bis spätestens zum Ablauf der Bewerbungsfrist oder Angebotsfrist gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden.

Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar waren, müssten bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist oder Angebotsfrist gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden.

Ein Nachprüfungsantrag muss innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, eingehen.

Zuschlag- und Bindefrist: 21.09.2018

Anlagen:

Anlage Verfahrensweise
Anlage Vertrag_Projektmanagement
Anlage Grundleistung_Leistungsbild Projektsteuerung
Anlage Leistungsübersicht Projektleitung
Anlage Allgemeine Vertragsbestimmungen_AVB
Anlage Vertretungsbefugnis_Vollmacht
Anlage Vertraulichkeitsvereinbarung
Besondere Vertragsbedingungen des Landes NRW
Anlage Zuwendungsbescheid Nr 02_015_17
Anlage Handreichung Stadt Luenen
Anlage Allgemeine Informationen
Anlage Besondere Nebenbestimmungen