Team Reinigungsleistungen

Unser Team Reinigungsleistungen kümmert sich verantwortlich um die Beschaffung und die anforderungsgerechte Erbringung aller Arten von Reinigungsleistungen in Verwaltungsgebäuden, Bädern usw..

Rahmenbedingungen und Modelle für eine Neuvergabe von Reinigungsdienstleistungen

Bezogen auf die mögliche Neuvergabe von Reinigungsleistungen ist zunächst zu klären, ob der Bestandsvertrag verlängerbar ist oder nicht. Es kann sich handeln um einen Dienstleistungsvertrag über die Erbringung von Gebäudereinigungsleistungen, der ggf länger besteht und dessen Laufzeit sich durch Option oder Nichtkündigung verlängert. Die Fortsetzung solcher Vertragsverhältnisse, insbesondere wegen der Nichtausübung des Kündigungsrechts, nach Wahrnehmung einer Option oder im Wege einer von vornherein geplanten oder später verabredeten Vertragsverlängerung stellt nicht unbedingt einen ausschreibungspflichtigen Beschaffungsvorgang dar. Dabei sind vergaberechtliche und haushaltsrechtliche Aspekte zu berücksichtigen:

Vergaberecht

Grundsätzlich müssen öffentliche Aufträge für Dienstleistungen ab den EU-Schwellenwerten im Wettbewerb und im Wege transparenter Verfahren vergeben werden (§ 97 Abs. 1 GWB). Dabei sind die Teilnehmer an einem Vergabeverfahren gleich zu behandeln, es sei denn, eine Ungleichbehandlung ist aufgrund des GWB ausdrücklich geboten oder gestattet. Die Unternehmen haben zudem einen Rechtsanspruch auf Einhaltung der Vergabevorschriften durch die Auftraggeber (§ 97 Abs. 2 und 6 GWB). Unterhalb der Schwellenwerte gilt derzeit landesrechtlich der Grundsatz der öffentlichen Ausschreibung nach § 31 GemHVO.  Die in der Praxis häufig schwierige Frage nach dem Vorliegen eines Beschaffungsvorgangs, also ob eine Dienstleistung neu beschafft oder lediglich ein bestehendes Vertragsverhältnis fortgesetzt wurde, war in der Rechtsprechung lange nicht eindeutig geklärt. Die am 18.04.2016 in Kraft getretene Vergaberechtsreform hat nun auch die Beurteilung von Vertragslaufzeiten und deren Änderungen erstmals im 4. Teil des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) kodifiziert.

Verlängerungen von Dienstleistungsaufträgen

Für die Bewertung bei Verlängerungen von Dienstleistungsaufträgen sind im Oberschwellenbereich nunmehr die gesetzlichen Vorgaben in § 132 GWB einschlägig. Ergänzend wird auf verweisende bzw. modifizierende Regelungen für soziale und andere Dienstleistungen (§ 130 Abs. 2 GWB), für den Sektorenbereich (§ 142 GWB) und bei Konzessionen (§ 154 Nr. 3 GWB) hingewiesen.  Die durch Rechtsprechung entwickelte Rechtsauslegung im Oberschwellenbereich wurde im Wesentlichen durch die nationalen Regelungen in § 132 GWB fortgeführt, teilweise aber auch fortentwickelt. Ziel ist weiterhin, eine Umgehung des Wettbewerbs zu verhindern. § 132 GWB enthält erstmals klare Vorgaben, wann Auftragsänderungen (auch Laufzeitverlängerungen) während der Vertragslaufzeit wesentlich sind und ein neues Vergabeverfahren erfordern und wann nicht. Dabei vom Gesetzgeber eingeräumte Auslegungsspielräume bleiben bei der Prüfung unangetastet, sofern eine nachvollziehbare Dokumentation erfolgt.

Wesentliche Änderung (?)

Bei der Prüfung, ob eine wesentliche Änderung ein neues Vergabeverfahren erfordert, gelten zwei Grundregeln:
(1) Immer dann, wenn sich die Vertragsparteien eigens über die Verlängerung des laufenden Vertrags neu einigen müssen, kommt dies der Vergabe eines neuen Auftrags gleich und es entsteht prinzipiell die Ausschreibungspflicht.
(2) Die Nichtausübung eines Kündigungsrechts stellt keinen vergaberechtlich relevanten Vorgang dar, wenn mit der Kündigung nur ein bestehendes Auftragsverhältnis verkürzt würde.

Zur Vermeidung unnötiger Prüfungsschritte kann im konkreten Anwendungsfall folgende Prüfungsreihenfolge gewählt werden:
(1) Ist die de-minimis-Grenze nach § 132 Abs. 3 GWB überschritten? Dies ist der Fall, wenn der Wert der Änderung (§ 3 VgV) den entsprechenden Schwellenwert nach § 106 GWB übersteigt oder mehr als 10 Prozent des ursprünglichen Auftragswerts beträgt. Bei mehreren aufeinander folgenden Änderungen ist der Gesamtwert der Änderungen maßgeblich. Bei einer Indexierung gilt der höhere Preis als Referenz-wert (§ 132 Abs. 4 GWB). Ist diese Grenze nicht überschritten, ist die Änderung ohne Neuausschreibung vergaberechtlich zulässig, sofern sich der Gesamtcharakter des Auftrags nicht ändert. Sofern die de-minimis-Grenze überschritten wird, ist der zweite Prüfungsschritt vorzunehmen.
(2) Liegt einer der Rechtfertigungsgründe des § 132 Abs. 2 S. 1 Nr. 1-4 GWB vor? Dann kann selbst eine wesentliche Änderung ohne Ausschreibung vorgenommen werden, sofern sich der Gesamtcharakter des Auftrags nicht ändert.

Bei der Verlängerung von Dienstleistungsaufträgen kommt hier insbesondere der Rechtfertigungsgrund nach § 132 Abs. 2 Nr. 1 GWB in Betracht, wonach eine Änderung dann zulässig ist, wenn in den ursprünglichen Vergabeunterlagen klare, präzise formulierte Überprüfungsklauseln oder Optionen zur Laufzeit enthalten sind, die Angaben zu Art, Umfang und Voraussetzungen für eine Änderung des Vertrags enthalten und beim Zuschlag verbindlich berücksichtigt wurden. Die Wahrnehmung einer solchen Option, die beim Abschluss des ursprünglichen Vertrags vergaberechtlich berücksichtigt ist, muss nicht erneut dem Vergaberecht unterworfen werden. Eine später verabredete Vertragsverlängerung aber auch Verlängerungsoptionen, die dauerhaft genutzt werden und auf Dauer einen Wettbewerb verhindern, können nicht als Rechtfertigungsgrund gewertet werden und sind somit grundsätzlich dem Vergaberecht zu unterstellen und dem dritten Prüfungsschritt zu unterziehen.

(3) Die Wesentlichkeitsprüfung nach § 132 Abs. 1 GWB kommt somit nur für Vertragsverlängerungen in Betracht, die weder unter § 132 Abs. 2 GWB (Rechtfertigungsgrund) noch unter § 132 Abs. 3 GWB (de-minimis-Grenze) fallen. Wesentliche Änderungen im Sinne dieser Vorschrift erfordern ein neues Vergabeverfahren. In § 132 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1-4 GWB werden explizit Fallkonstellationen benannt, bei denen eine wesentliche Änderung vorliegt, ohne dass diese Fälle als abschließend zu verstehen sind. Dabei können für die Fallkonstellation der Vertragsverlängerung, insbesondere die Einführung von geänderten Bedingungen, die abweichende Verfahrensergebnisse ermöglichen, Änderungen des wirtschaftlichen Gleichgewichts zugunsten des Auftragnehmers oder eine erhebliche Ausweitung des Umfangs einschlägig sein. In anderen Fallkonstellationen hat eine offene Wesentlichkeitsprüfung nach § 132 Abs. 1 S. 2 GWB im Einzelfall zu erfolgen. Sofern nach den vorstehenden Prüfungsschritten eine wesentliche, unzulässige (vergaberechtlich fehlerhafte) Vertragsverlängerung vorliegt, so stellt dies eine rechtlich angreifbare de-facto-Vergabe dar. Mögliche Rechtsfolgen sind einmal die Kündigung (§ 133 Abs. 1 Nr. 1 GWB) sowie die Unwirksamkeit des Folgevertrags (§ 135 Abs. 1 Nr. 2 GWB).

Haushaltsrecht

Neben den vergaberechtlichen Bestimmungen ist stets auch das Haushaltsrecht zu beachten. In den Fällen der Vertragsverlängerung stehen die Interessen öffentlicher Auftraggeber gegen die potenzieller Auftragnehmer. Einerseits kann es kaum sinnvoll sein, bei jeder Fortsetzung eines bestehenden Vertragsverhältnisses ein erneutes Ausschreibungsverfahren durchzuführen, andererseits muss eine Zementierung bestehender Vertragsverhältnisse unter Ausschluss von Mitbietern unterbleiben. Durch länger andauernde Verträge darf jedenfalls der Wettbewerb nicht behindert oder gar ausgeschlossen werden. Hier kann sich ein Handlungsbedarf aus den haushaltsrechtlichen Vorschriften ergeben. Der Grundsatz der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit (§ 77 Abs. 2 GemO) verlangt nämlich, dass für Leistungen nur marktgerechte Preise gezahlt werden. Wenn diese über einen längeren Zeitraum nicht mehr dem Wettbewerb unterworfen wurden, muss der Nachweis der Wirtschaftlichkeit der Leistung als nicht (mehr) erbracht angesehen werden, mit der Folge, dass (erneut) ein Wettbewerb durchzuführen ist.  Die Befürchtungen, die mancherorts vorgetragen werden, dass bei einem erneuten Wettbewerb schlechtere Konditionen zu erwarten sind, erweisen sich regelmäßig als unzutreffend. Üblicherweise haben die Firmen einen sehr genauen Überblick über ihre Kosten und beenden bei (drohender) Unrentierlichkeit schon von sich aus das Vertragsverhältnis oder es werden nicht alle vereinbarten Leistungen erbracht. Die Öffnung des Wettbewerbs birgt oftmals sogar die Chance einer Verbesserung.

Laufzeit von Verträgen

Eine allgemeingültige Empfehlung zur Laufzeit von Verträgen kann nicht gegeben werden. In jedem Einzelfall müssen die Vorteile gegen die Nachteile abgewogen werden. Für kurze Vertragslaufzeiten spricht insbesondere, dass die Verträge problemlos an veränderte Verhältnisse angepasst werden können und den Leistungen aufgrund der regelmäßigen Durchführung des Wettbewerbs gültige Marktpreise zugrunde liegen. Dagegen spricht der jeweils mit der Durchführung eines Wettbewerbs verbundene (personelle und finanzielle) Aufwand. Auch die Kosten eines Anbieterwechsels werden oft unterschätzt: Bei den „auslaufenden“ Leistungserbringern entstehen bisweilen Probleme und dem Nachfolger muss zunächst eine „Einarbeitungszeit“ zugestanden werden. Gegenüber einem befristeten Vertrag hat ein unbefristeter Vertrag mit Kündigungsmöglichkeit den Vorteil, dass er nicht zu einer vorbestimmten Zeit endet und deshalb insgesamt flexibler gehandhabt werden kann. Dies fordert allerdings auch Disziplin bei der (regelmäßigen) Überprüfung der Angemessenheit, um die vorgenannten Schwierigkeiten zu vermeiden. Bei der Gebäudereinigung geht man z.B. davon aus, dass der Nachweis der Wirtschaftlichkeit nach Ablauf von ca. 4 – 5 Jahren als nicht mehr erbracht angesehen werden muss. Zu klären wäre also anhand des Vertrages die Frage der Verlängerbarkeit und die Frage der zeitgleichen Veränderbarkeit bzw Anpassungsnotwendigkeit.

Legen Sie uns gerne den betreffenden Vertrag vor und machen Sie die notwendigen weiteren Angaben. Wir prüfen, was geht bzw was nicht mehr geht.

Schlechte Erfahrungen und neues Vergabeverfahren

Sollte der Vertrag nicht mehr verlängerbar und oder veränderbar sein ohne Ausschreibungsnotwendigkeit kommt nur eine neue Vergabe in Betracht. Hier geht es auch um die Frage, unter welchen Voraussetzungen Reinigungsdienstleister, mit denen Sie schlechte Erfahrungen gemacht haben, für ungeeignet gehalten werden dürfen und so trotz ggf wirtschaftlichsten Angebotes nicht beauftragt werden müssen. Lange Zeit war es aus Sicht vieler Vergabestellen ein großes Problem, solche Bieter, die in der Vergangenheit durch eine schlechte Vertragserfüllung negativ aufgefallen sind, und die sich überdies nicht zu schade waren, sich bei vergleichbaren oder wiederholenden Ausschreibungen zu bewerben, als ungeeignet auszuschließen.

Das KG, Beschluss vom 27.11.2008 – 2 Verg 4/08 stellte heraus, dass die öffentliche Hand im Falle nachgewiesener und laufend dokumentierter Verstöße des bisherigen Vertragspartners diesen sich aktuell erneut bewerbenden Bieter ausschließen kann. Kern der damaligen Aussagen des Gerichts war, dass die öffentliche Hand im Falle grober und nachhaltiger Verstöße die Berechtigung besitzt, zu prüfen, ob eine Zusammenarbeit mit diesem Bieter für sie noch als subjektiv (!) zumutbar anzusehen ist. Ist dies nicht der Fall, so kann die Vergabestelle den Bieter ausschließen, ohne dass ein Gericht hier noch korrigierend einzugreifen vermag.

Das OLG Brandenburg (Beschluss vom 14.09.2010 – Verg W 8/10) hatte sich in einem dem Projekt Flughafen Schönefeld zuzurechnenden Fall (es ging um die Verlegung von Bodenbelägen im Fluggastterminal) für den Ausschluss einer Firma mangels Zuverlässigkeit entschieden, die zuvor mehrfach Schlechtleistungen erbracht hatte. Der Senat billigt diesen Ausschluss. Zentral ist aus Sicht des Auftraggebers im Sinne einer Prognoseentscheidung die Frage zu beantworten, ob ein bestimmter Bieter nach den Umständen des Einzelfalles eine vertragsgerechte Leistung erwarten lässt. Dabei können im Rahmen des durch die Gerichte nur eingeschränkt überprüfbaren Beurteilungsermessens selbstverständlich auch frühere Erfahrungen mit dem Bieter berücksichtigt werden (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 04.02.2009 – VII-Verg 65/08). Zwischenzeitlich ist aber wieder eine etwas strengere Tendenz festzustellen:
Zu den typischen Fällen von Unzuverlässigkeit eines Bewerbers gehört grundsätzlich auch mangelnde Sorgfalt bei der Ausführung früherer Arbeiten, die zu Nachforderungen des Auftraggebers oder zu Gewährleistungsansprüchen geführt hat. Soll ein Bewerber deswegen ausgeschlossen werden, muss die Vergabestelle aber eine umfassende Abwägung aller in Betracht kommenden Gesichtspunkte anstellen. Dabei sind der Umfang, die Intensität, das Ausmaßes und der Grad der Vorwerfbarkeit der Pflichtverletzungen angemessen zu berücksichtigen. Das hat die Vergabekammer (VK) Nordbayern im Beschluss vom 12.06.2012 (21.VK-3194-10/12) entschieden. Die Kammer bekräftigt, dass die Hürden für einen Ausschluss eines Unternehmens von der Vergabe wegen Unzuverlässigkeit relativ hoch sind.

In ihrem Beschluss stellt die Kammer klar, dass es grundsätzlich nicht zu beanstanden sei, wenn ein Auftraggeber bei der Eignungsprüfung auch auf eigene Erfahrungen aus früheren, abgeschlossenen Vertragsverhältnissen zurückgreife. Zu den typischen Fällen von Unzuverlässigkeit eines Bewerbers gehöre grundsätzlich auch mangelnde Sorgfalt bei der Ausführung früherer Arbeiten, die zu Nachforderungen des Auftraggebers oder zu Gewährleistungsansprüchen geführt hätten. Aus einer Vertragsverletzung oder einer mangelhaften Leistung könnten aber nur dann Rückschlüsse auf eine Unzuverlässigkeit des Unternehmers gezogen werden, wenn der Mangel gravierend sei, d.h. zu einer deutlichen Belastung des Auftraggebers in tatsächlicher oder finanzieller Hinsicht geführt habe. Bei der Beurteilung der Zuverlässigkeit komme es auch darauf an, ob bei einer Gesamtabwägung die positiven oder die negativen Erkenntnisse über einen Bieter objektiv größeres Gewicht haben.  Nach diesen Maßstäben sei angesichts des im Einzelnen umstrittenen Sachverhalt die Annahme der Unzuverlässigkeit der Antragstellerin nicht gerechtfertigt. Zwar sei es zu Kommunikationsproblemen und Meinungsverschiedenheiten gekommen. Belastbare Nachweise für gravierende Fehler der Antragstellerin gebe es aber nicht. Auch ein einseitiges, vorwerfbares Verschulden der Antragstellerin an den terminlichen Verzögerungen sei nicht feststellbar. Die Vertragsverletzungen, die die Vergabestelle erst im Nachprüfungsverfahren zur Begründung herangezogen habe, seien ebensowenig derart gravierend, als dass sie die Unzuverlässigkeit der Antragstellerin begründen könnten. Im Übrigen dürfe der Ausschluss eines Bieters vom Vergabeverfahren keine Sanktion für Probleme in der Vertragsabwicklung in vorangegangenen Vergabeverfahren sein.

Auftragsentziehung oder gleichwertig erfolgt?

Schlussendlich setzt das neue Vergaberecht voraus, dass eine Auftragsentziehung oder gleichwertig erfolgt ist. Bei einem unberechtigten Nachunternehmereinsatz handelt es sich um eine wesentliche Anforderung i.S.v. § 124 Abs. 1 Nr. 7 GWB. Jedenfalls dann, wenn der Auftraggeber dem Auftragnehmer wegen eines ungenehmigten Nachunternehmereinsatzes kündigt, kann er den Auftragnehmer von der Teilnahme an einem nachfolgenden Vergabeverfahren ausschließen (VK Hessen, Beschluss vom 14.03.2018 – 69d-VK-25/2017, vorhergehend: OLG Frankfurt, 12.10.2017 – 11 Verg 13/17). UU reicht auch weniger als eine Kündigung aus: Zwar setzt § 124 Abs. 1 Nr. 7 GWB die Beendigung durch außerordentliche Kündigung oder Rücktritt voraus; auch reicht die Vereinbarung einer Vertragsaufhebung aus, wenn sie ihren Grund im damaligen Fehlverhalten des Auftragsnehmers hat (Reidt/Stickler/Glahs-Ley, a.a.O., § 124 GWB Rn. 158; s. Burgi/Dreher-Opitz, a.a.O., § 124 Rn. 93; vgl. Müller-Wrede-Conrad, a.a.O., § 124 Rn. 153). Diese Beendigungsgründe können jedoch dahingestellt sein, wenn eine der Beendigung des Auftragsverhältnisses gleichwertige Rechtsfolge vorliegt; diese muss hinsichtlich des Schweregrades mit einer vorzeitigen Beendigung vergleichbar sein (Müller-Wrede-Conrad, a.a.O. § 124 Rn. 156; Reidt/Stickler/Glahs-Ley, a.a.O., § 124 Rn. 159; Kulartz/Kus/Portz/Prieß-Hausmann-von Hoff, GWB-Vergaberecht, 4. Auflg. 2016, § 124 Rn. 52). Als vergleichbar anerkannt sind jedenfalls Ersatzvornahme (BT-Drs. 18/6281, S. 107 (zu Nummer 7]; Reidt/Stickler/Glahs-Ley, wie vor; Müller-Wrede-Conrad, wie vor; Burgi/Dreher-Opitz, wie vor; Kulartz/Kus/Portz/Prieß-Hausmann-von Hoff, wie vor; Heiermann / Zeiss / Summa-ders., a.a.O., § 124 Rn. 100; Ziekow/Völlink-Stolz, a.a.O., § 124 GWB Rn. 38) und Minderung der Vergütung bzw. Rechnungskürzung (Ziekow/Völlink-Stolz, wie vor; Reidt/Stickler/Glahs, wie vor). Vor diesem Hintergrund wird es schwer wenn nicht überhaupt nicht begründbar sein, einen Reinigungsdienstleister für unzuverlässig halten zu dürfen, solange auf die schweren vertraglichen Versäumnisse nicht auch eine Sanktion erfolgt ist.


Gebäudereinigung für städt. Gebäude
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/ai-ag-prod/2021/02/54321-Tender-177b073bea7-b4efb7a08187f45.html
Vergabestelle: Stadtverwaltung Hockenheim
Ort:  Hockenheim, Baden-Württemberg
Angebotsfrist: 23.03.2021

Gebäudereinigung
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/ai-sachsen/2021/02/54321-Tender-177af60f779-75ef41f70028d483.html
Vergabestelle: Sächsisches Krankenhaus Altscherbitz
Ort:  k.A., Bayern
Angebotsfrist: 01.04.2021

Unterhalts-, Grund- und Glasreinigung in diversen Gebäuden in der Verwaltungsgemeinschaft Aurachtal
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/subreport/2021/02/E47319353.html
Vergabestelle: Verwaltungsgemeinschaft Aurachtal
Ort:  Aurachtal, Bayern
Angebotsfrist: 23.03.2021

Reinigungsleistungen Bad 71
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/ai-bwb/2021/02/54321-Tender-1778562400c-3a347e84cf855f3c.html
Vergabestelle: Berliner Bäder-Betriebe AöR
Ort:  Berliner Bäder-Betriebe AöR
Sachsendamm 2-4
10829 Berlin
Deutschland, Berlin
Angebotsfrist: 23.03.2021

Mietservice über Hygienebehälter und Schmutzfangmatten
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/dtvp/2021/02/90730.html
Vergabestelle: Deutsche Bundesbank, Beschaffungszentrum
Ort: 60431 Frankfurt am Main, Hessen
Angebotsfrist: 22.03.2021

Gebäudereinigung in Objekten der Stadt Plettenberg
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/vmp-westfalen/2021/02/16380307.html
Vergabestelle: Stadt Plettenberg
Ort: 58840 Plettenberg, Nordrhein-Westfalen
Angebotsfrist: 25.03.2021

Gebäude- und Glasreinigung Ulm
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/ai-ag-prod/2021/02/54321-Tender-177a9d7066d-1724acb591da5a36.html
Vergabestelle: Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg Abt. 22 – Finanzen und Vermögen, Referat 222 Beschaffung
Ort:  250 Regionalzentrum
Wichernstraße 10
89073 Ulm
Angebotsfrist: 17.03.2021

Gebäudereinigung Antonienstraße 6
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/ai-ag-prod/2021/02/54321-Tender-17748b3ec1e-38a9530f82feccfa.html
Vergabestelle: Landeshauptstadt München, Direktorium, Vergabestelle 1 Abt. 5
Ort:  Landeshauptstadt München
Referat für Bildung und Sport
München
Deutschland
Angebotsfrist: 25.03.2021

Gebäudereinigung Kirchenstr. 11-13
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/ai-ag-prod/2021/02/54321-Tender-1776c51977a-763f476d1e6cc4ef.html
Vergabestelle: Landeshauptstadt München, Direktorium, Vergabestelle 1 Abt. 5
Ort:  Landeshauptstadt München Referat für Bildung und Sport München, Deutschland
Angebotsfrist: 18.03.2021

Hausmeisterdienst KiTas Marienstrasse, Container Nibelungenareal, Gewerbepark, RUBINA
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/obb/2021/02/124567.html
Vergabestelle: Stadt Regensburg
Ort: 93047 Regensburg, Bayern
Angebotsfrist: 08.03.2021

Unterhaltsreinigung und Glasreinigung unseres Servicezentrums Coburg
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/healyhudson/2021/02/98efe466-8de1-42d5-b235-b205a81feb9f.html
Vergabestelle: SKD BKK
Ort: 96450 Coburg, Bayern
Angebotsfrist: 08.03.2021

Reinigungsleistungen Baufeinreinigung
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/svb/2021/02/124573.html
Vergabestelle: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin
Ort: 10997 Berlin, Berlin
Angebotsfrist: 15.03.2021

Unterhalts-, Glas- und Sonderreingungsleistungen- Oranienburger Str. 285 in 13437 Berlin
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/svb/2021/02/124593.html
Vergabestelle: Land Berlin (Sondervermoegen Immobilien des Landes Berlin)
Ort: 13437 Berlin, Berlin
Angebotsfrist: 19.03.2021

Glas- u. Rahmenreinigung, Aussenjalousienreinigung von städtischen Einrichtungen für den Zeitraum 01.05.2021 bis 31.12.2026
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/vmp-bb/2021/02/124728.html
Vergabestelle: Stadt Oranienburg, Der Bürgermeister
Ort: 16515 Oranienburg, Brandenburg
Angebotsfrist: 16.03.2021

Wäschereidienstleistung von Unterkunftstextilien
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/eVergabe/376093.html
Vergabestelle: Wasserstraßen-Neubauamt Berlin
Ort:  Kleinmachnow, Brandenburg
Angebotsfrist: 10.03.2021

Unterhalts- und Glasreinigung
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/editor/Erdoelbevorratungsverband/2021/02/3816576.html
Vergabestelle: Erdölbevorratungsverband Körperschaft des öffentlichen Rechts
Ort: 20354 Hamburg, Hamburg
Angebotsfrist: 23.03.2021

Kreis Groß-Gerau, Unterhalts- und Grundreinigungsarbeiten  Los 3 + 4
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/abc/2021/02/189167G167423.html
Vergabestelle: Kommunales Vergabezentrum Kreis Groß-Gerau
Ort: 64521 Groß-Gerau, Hessen
Angebotsfrist: 09.03.2021

Kreis Groß-Gerau, Unterhalts- und Grundreinigungsarbeiten – Los 7
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/abc/2021/02/189115G167371.html
Vergabestelle: Kommunales Vergabezentrum Kreis Groß-Gerau
Ort: 64521 Groß-Gerau, Hessen
Angebotsfrist: 02.03.2021

Kreis Groß-Gerau, Unterhalts- und Grundreinigungsarbeiten Los 5, 6, 9 und 11
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/abc/2021/02/189127G167383.html
Vergabestelle: Kommunales Vergabezentrum Kreis Groß-Gerau
Ort: 64521 Groß-Gerau, Hessen
Angebotsfrist: 16.03.2021

Kreis Groß-Gerau, Unterhalts- und Grundreinigungsarbeiten – Los 10
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/abc/2021/02/189119G167377.html
Vergabestelle: Kommunales Vergabezentrum Kreis Groß-Gerau
Ort: 65421 Groß-Gerau
Angebotsfrist: 02.03.2021

LK – Gebäudereinigungsdienstleistung (Unterhaltsreinigung)
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/ai-dabl/2021/02/54321-Tender-177a9573b65-1b9fc5b29729c9ec.html
Vergabestelle: Stadt Hameln- Zentrale Vergabestelle- im Auftrag des Landkreises Hameln-Pyrmont
Ort:  Fährhaus Großenwieden, Hauptstr. 51, 31840 Hess. Oldendorf
Angebotsfrist: 09.03.2021

Reinigung Ingenieurbauwerke 2021-2024
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/svb/2021/02/124551.html
Vergabestelle: Senatsverwaltung fuer Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Ort: 10243 Berlin Frierichshain-Kreuzberg
Angebotsfrist: 16.03.2021

Öffentliche Ausschreibung Glasreinigung nach UVgO Stadt Donzdorf
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/healyhudson/2021/02/8515f4b2-b8f0-4aec-b850-d6911f17a7ed.html
Vergabestelle: Stadt Donzdorf
Ort: 73072 Donzdorf, Baden-Württemberg
Angebotsfrist: 29.03.2021

Neubau Feuerwehrgerätehaus – Bauendreinigung
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/healyhudson/2021/02/1bfe68b4-e1a5-489c-861f-62f24110c8bc.html
Vergabestelle: Herzebrock-Clarholz
Ort: 33442 Herzebrock-Clarholz, Nordrhein-Westfalen
Angebotsfrist: 18.03.2021

Offenes Verfahren (EU-weit) zur Vergabe von Gebäudereinigungsleistungen (Glasreinigungsleistungen) für das BWZ in Münster, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Direktion Dortmund – VOEK 398-20
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/eVergabe/376165.html
Vergabestelle: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben Verdingungsstelle
Ort: 48163 BWZ Münster, Nebenstelle Aasee Mecklenbecker Straße 235-239 48163 Münster, Nordrhein-Westfalen
Angebotsfrist: 16.04.2021

Unterhalts- und Glasreinigung Sozialzentrum
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/evergabede/2021/02/5410097.html
Vergabestelle: Stadt Bernburg (Saale)
Ort: 06406 Bernburg (Saale), Sachsen-Anhalt
Angebotsfrist: 22.03.2021

Gebäudeinnen- und Glasreinigung der Justizgebäude in 84453 Mühldorf, Innstraße 1 und Bahnhoffußweg 2
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/healyhudson/2021/02/264f9850-97d9-4c9d-ad93-77346f67f434.html
Vergabestelle: Freistaat Bayern, vertreten durch den Direktor des Amtsgerichts Mühldorf
Ort: 84453 Mühldorf
Angebotsfrist: 12.04.2021

Unterhaltsreinigung; Grundreinigung optional und Winterdienst für Schulen
https://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/evergabede/2021/02/5410072.html
Vergabestelle: Stadt Dessau-Roßlau, Zentr. Vergabestelle
Ort: 06862 Dessau-Roßlau OT Meinsdorf
Angebotsfrist: 04.03.2021